Struktur der Präsenzblöcke im Sommersemester 2026
Erster Präsenzblock: MBTI und 16pf - didaktisch nicht zwingend, aber methodisch wirkungsvoll (?)
Ich habe am ersten Tag des ersten Präsenzblocks mit dem MBTI angefangen, möglicherweise nicht der typische Einstieg in Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie! Als Plenumsübung gelangten wir zuerst vom self assessment durch den reported type und zuletzt zum best fit. Das brachte richtigerweise die rasche Aktivierung der Teilnehmer. Aber ein Feedback lautete, dass ein validierter (gemeint war wohl objektiver und normierter) Test als Einstieg besser gewesen wäre. Mal sehen, was ich daraus im nächsten Semester schließlich machen kann.
Am zweiten Tag verglichen wir abschließend das self assessment mit dem Testergebnis (reported type). Mit verblüffendem Ergebnis: eine hohe Übereinstimmng zwischen self assessment und Testergebnis bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Spontane Erkenntnis: eine gute Selbsteinschätzung Aller!
Den 16pf habe ich anschließend als historischen Vorläufer und Einstieg in das Fünf Faktoren Modell gebracht. Der Autor, Raymond B. Cattell, wird in der Literatur als Webereiter, sogar Vater des FFM bezeichnet. Die Referate hierzu brachten einen Einstieg in die Explorative Faktorenanalyse, typisch für die Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie. darstellen. Die Teilnehmer haben anhand von handouts Arbeitsanforderugen von Psychologenstellen und die Profile von Bewerbern verglichen – mit Hilfe des 16pf.
Zweiter Präsenzblock: Vergleich MBTI und BFI-2
Im zweiten Präsenzblock habe ich die Teilnehmer ihre Präferenzen des MBTI einerseits mit den Faktoren des BFI-2, also des Fünf Faktoren Modells andererseits vergleichen lassen. Erneut ergab sich eine weitgehende Übereinstimmung, natürlich ohne einen Neurotizismus-Wert beim MBTI. Die folgende Diskussion warf ein Schlaglicht auf die Unterscheidung von Theorie/Modell/traits und deren Operationalisierung in Tests …
Der 16pf als Ausblick auf die Big Five
Der BFI-2 ist an anderer Stelle im Netz zu finden als bisher, aber weiterhin zugänglich. Wir konnten den Test im Plenum parallel bearbeiten und abschließend den Test und die Big Five diskutieren.
Dritter Präsenzblock: das FPI und ``populäre`` Randthemen
FPI: Klinische Relevanz, dennoch Persönlichkeitstest
Die Referate zum Freiburger Persönlichkeits Inventar und dessen Vorhersagen bzw. Zusammenhänge zu klinischen und psychiatrisch-forensischen Themen waren wieder inhaltlich genau und sehr kreativ gestaltet – mit minimaler Einbindung von KI.
Populäre Verfahren: der Clifton Strengthfinder
Den Clifton Strengthsfinder (R) haben wir ausführlich betrachtet – und gegenüber Anforderungen sensu Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie kritisiert. Das Thema der ipsativen Verfahren, letztlich ist auch der MBTI eines, hatte dabei einen besonderen Stellenwert.
Modell und Test Interkulturelle Handlungskompetenz: Persönlichkeitsmerkmal?
Den Test interkulturelle Handlungskompetenz von Julia Loboda haben wir im Plenum erarbeitet; dabei stellte das besondere item-Format eine gewisse Schwierigkeit dar. Da hat sich Verbesserungsbedarf gezeigt.

Die Aufteilung des Tests auf zwei mal zwei Gruppen war nicht nötig. Wir haben ganz einfach den Test gemacht wie vorgeschrieben. In der anschließenden Diskussion haben wir überraschenderweise ermittelt, dass der TIHK ein kriteriumsorientierter Leistungstest ist. Fein – dann kann ich den zukünftig als solchen von normorientierten abgrenzen!
Ich kann weiterhin das Studium an der Charlotte-Fresenius-Universität nur empfehlen. Am Standort Wiesbaden trifft man dann auf Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie – und dieses Seminar.
Sprechen Sie mich gleich anschließend für ein Gespräch an. Unter 0172 817 92 97 oder reiner@borretty.com






